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Technologie und Innovation

Reinhold Bauer // Version 1 //
Der Beitrag zeichnet die Herausbildung und Bedeutung der Begriffskombination „Technologie und Innovation“ als zentrale Pathosformel seit dem späten 20. Jahrhundert nach und ordnet sie begriffs- und wissenschaftsgeschichtlich ein. Er skizziert die Entstehung und Ausdifferenzierung der Innovationsforschung seit den 1950er Jahren – vom linearen Modell über Schumpeter-Rezeption und Erfolgsfaktorenforschung bis zu System- und Kulturansätzen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Bedeutung von Misserfolgen, Pfadabhängigkeiten und Persistenzen technischer Systeme. Abschließend zeigt der Text, warum öffentliche Debatten häufig an vereinfachten Fortschritts- und Steuerbarkeitsannahmen festhalten.
„Innovation has become a leading slogan for world economies, politicians and science policy-makers alike.“1

In der etablierten Begriffskombination „Technologie und Innovation“ verdichtet sich ein Modell technologischen und damit auch ökonomischen und gesellschaftlichen Wandels, in dem Technologien als Ressource interpretiert werden, auf deren Basis dann Innovationen als dynamisierende Veränderungen stattfinden können. Schon eine rasche Internetrecherche zeigt, dass sich diese Begriffskombination seit dem späten 20. Jahrhundert zu einem omnipräsenten Schlagwort, ja zu einer Art neuen Pathosformel entwickelt hat. Insbesondere im öffentlichen Diskurs hat diese neue Formel die in der Hochmoderne dominierende des „Fortschritts“ überlagert und in Teilen abgelöst. Wurde „Fortschritt“ dabei als das positive gesamtgesellschaftliche Ergebnis nicht zuletzt technisch-ökonomischen Wandels konzeptualisiert, so geht es bei „Technologie und Innovation“ um die Ursache dieses Wandels, also um die willentlichen, gezielten und im Idealfall steuerbaren Veränderungen selbst.2

Die Karriere der Formel „Technologie und Innovation“ hat nicht zuletzt mit der relativen Unschärfe der Begriffe zu tun.3 Klar ist, dass es um die Entwicklung und Etablierung „des Neuen“ geht und dass dies prozesshaften Charakter hat. Klar ist, dass es um die (erstmalige) Verwertung neuer Problemlösungen geht, ob nun in Form von Produkt-, Prozess- oder organisatorischen Innovationen. Erst die Verwertung macht aus der Erfindung des Neuen, also aus der Invention, tatsächlich eine Innovation. Klar ist am Ende schließlich auch, dass dieses Konzept eng mit dem normativen Fortschrittskonzept der Hochmoderne und der populären Imagination eines linearen Fortschrittspfeils verwoben bleibt. Innovativität erscheint als Schlüssel zu Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum, ja als Allheilmittel für jede Form der gesellschaftlichen oder ökonomischen Krise.4 Tatsächlich ist es dabei vor allem der Begriff der Innovation, der den heutigen Diskurs dominiert, wobei dieser sich inzwischen von seiner technisch-ökonomischen Konnotation in Teilen gelöst hat. Unter „Innovation“ werden eben nicht mehr nur sachtechnisch-ökonomische Veränderungsprozesse, sondern auch politische, gesellschaftliche, ökologische oder künstlerische subsummiert.5

Innovationsforschung


Die Karriere des normativ-positiv konnotierten Innovationsbegriffs begann erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es steht dabei außer Frage, dass sowohl das Phänomen der Innovation als auch das der staatlichen (oder zuvor obrigkeitlichen) Technologie- und Innovationsförderung wesentlich älter sind.6 Auch der Innovationsbegriff hat eine lange Geschichte, wobei er bis ins 19. Jahrhundert hinein keinesfalls durchgehend positiv aufgeladen war.7 Entscheidende Rahmenbedingung für den Aufstieg des Begriffs in seiner modernen Bedeutung war die Systemkonkurrenz im „Kalten Krieg“. Das gilt auch für den Beginn einer Innovationsforschung, der es um die Suche nach Erklärungsansätzen für technischen Wandel ging und damit um die Frage, unter welchen Bedingungen und in welchen sozioökonomischen Prozessen Innovationen generiert und implementiert werden. Seit den 1950er Jahren gewann dabei zunächst das sogenannte „lineare Modell“ an Einfluss auf die Forschungs- und Technologiepolitik. Dieses ging von einem unmittelbaren und planbaren Zusammenhang zwischen dem Volumen der Forschungs- und Technologieförderung, der technisch-wissenschaftlichen Entwicklung und am Ende dann der Hervorbringung von Innovationen aus. Es war in dieser Phase vor allem die Großforschung, die in den altindustriellen Staaten des sogenannten Westens von der neuen Innovationsorientierung profitierte. Naheliegenderweise begann genau in dieser Zeit auch die statistische Erfassung von Innovativität, die allerdings recht schnell ernüchternde Ergebnisse erbrachte: Wie sich herausstellte, ließ sich der postulierte direkte Zusammenhang von Forschungsförderung und Innovations-Output nicht nachweisen.8

P-57_170 © VW
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Diese Ernüchterung führte in Verbindung mit den Symptomen des zu Ende gehenden Nachkriegsbooms ab Ende der 1960er Jahre zu einer innovationspolitischen Wende. Der Glaube an das „lineare Modell“ begann zu bröckeln und gleichzeitig begann die Karriere einer pragmatischeren Innovationsförderung und -forschung. Nicht mehr die großen Projekte der Nachkriegsjahrzehnte – Raumfahrt, Großrechner, Nukleartechnik – standen im Zentrum des Interesses, sondern eher alltägliche, inkrementelle Innovationen als Basis für wirtschaftliches Wachstum und internationale Konkurrenzfähigkeit.9

Mit diesem Paradigmenwechsel formierte sich eine zunehmend ausdifferenziertere Innovationsforschung, der sich nachfolgend auch Teile der Geschichtswissenschaft anschlossen. Wesentlich geprägt wurde dieser Aufschwung von der Wiederentdeckung des österreichisch-amerikanischen Ökonomen Joseph Alois Schumpeter, dessen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts veröffentlichten Arbeiten zum Zusammenhang von Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Konjunkturzyklen10 nun die Grundlage der modernen Innovationsforschung bildeten.11 Verstärkt wurde das Interesse an Schumpeter durch die anhaltende Konjunktur- und Wachstumskrise nach der ersten Ölpreiskrise von 1973 und vor allem durch das sich nun manifestierende vehemente Krisenbewusstsein. Die Krise wurde unter dem Eindruck des massiven Markteintritts der neuen japanischen Konkurrenz wesentlich auch als das Ergebnis unzureichender Innovationsfähigkeit in den altindustriellen Staaten Europas und Nordamerikas interpretiert.12

Mit der „Schumpeter-Renaissance“ expandierte zunächst die ökonomische Innovationsforschung auf breiter Basis.13 Für Schumpeter definiert sich unternehmerisches Handeln ja durch Innovativität, d.h. durch die produktivere Rekombination von Produktionsfaktoren zur Aufstellung einer neuen Produktionsfunktion.14 Dieser „Ausbruch aus der Routine“ geht notwendigerweise mit der „schöpferischen Zerstörung“15 des Alten einher, seien es bestehende Strukturen in Unternehmen oder auch Unternehmen selbst.

Anknüpfend an Schumpeter galt es nun, Innovativität als Schlüssel für steigende Faktorproduktivität zu untersuchen. Seine Analyse des Zusammenhangs von Wettbewerbsfähigkeit und Innovation bildete die Grundlage für eine breite betriebs- wie volkswirtschaftliche Innovationsforschung, wobei erstere zunächst vor allem nach den Erfolgsfaktoren für Innovation in Unternehmen fragte.16 Letztere fragte u.a. nach den entscheidenden Ursachen für die Innovationstätigkeit von Unternehmen (z.B. „technology-push“- versus „demand-pull“-Hypothese), nach dem Zeitpunkt von Innovationen (Innovation in Krisenzeiten versus Innovation in Boomphasen), nach dem Verhältnis von Aufwand zu Ertrag bei den FuE-Ausgaben, nach den Beziehungen zwischen innovativen und imitierenden Unternehmen, nach der Bedeutung von Marktstruktur und Unternehmensgröße für das Neuerungsverhalten oder nach dem Einfluss von Standortfaktoren auf die Innovationsbereitschaft.17

Insbesondere in den 1980er Jahren formierte sich das neue Konzept der Innovationssysteme, mit dem die Unternehmen nun in größeren systemischen Zusammenhängen verortet wurden. Ausgesprochen einfluss- und ertragreich war dabei der Untersuchungsansatz der nationalen Innovationssysteme, der über die Unternehmen hinaus (national-)staatliche Akteure sowie wissenschaftliche Institutionen in ihrem Einfluss auf das Innovationsgeschehen in den Blick nahm. Technologische Innovationen wurden nun innerhalb einer je länderspezifischen Trias aus Unternehmen bzw. Industrie, Staat bzw. Verwaltung sowie Forschungsinstitutionen verortet.18

In der Etablierungsphase der modernen Innovationsforschung war explizit auch die (technik-)historische Forschung aufgerufen, sich zu beteiligen. Es ging darum, an konkreten Beispielen Innovationsprozesse zu untersuchen und diese auf ihr transtemporales Lernpotential hin zu befragen. Nicht nur die am Innovationsgeschehen beteiligten kollektiven und individuellen Akteure und Akteurinnen wurden eingehender untersucht, vor allem musste das Innovationsgeschehen in größeren gesellschaftlichen Zusammenhängen verortet werden. Gefragt wurde nach typischen Verlaufsformen sowie unterschiedlichen Idealtypen von Innovationen (also etwa Produkt- oder Prozessinnovationen, Basis- oder Verbesserungsinnovationen und auch wieder angebots- oder nachfrageinduzierte Innnovationen). Auch die historische Forschung nahm das Konzept der nationalen Innovationssysteme auf, setzte sich mit deren Etablierung und Entwicklung auseinander und fragte nach den Wechselwirkungen zwischen Innovations- und Wissenssystemen sowie nach dem Einfluss der Innovationssysteme auf die Innovationsstrategien einzelner Branchen.19

Mit dem Aufstieg von „Kultur“ zum neuen Leitbegriff deutete sich dann seit den 1990er Jahren eine Erweiterung des Konzepts der Innovationssysteme an, in dem nun auch die Berücksichtigung der handlungs- und entscheidungsleitenden kulturellen Prägungen, also der Normen und Werte von institutionellen und individuellen Akteur:innen zumindest angemahnt wurde. Anders ausgedrückt: Das Konzept der Innovationssysteme sollte zu einem Konzept der Innovationskulturen erweitert werden, in dem „harte“ (systemische) mit „weichen“ (kulturellen) Einflussfaktoren verschränkt werden sollen.20

"mit V8 zur Premiummarke", 1988 © Audi AG
"mit V8 zur Premiummarke", 1988 © Audi AG


Kritisiert wurde in diesem Zusammenhang auch, dass sich die Vorstellung von nationalen Innovationssystemen zu sehr auf den Einfluss klassischer institutioneller Akteure sowie auf quantitativ messbare und politisch beeinflussbare Rahmenbedingungen fokussiere. Schließlich wurde darauf verwiesen, dass nicht nur nationale, sondern etwa auch regionale oder branchenspezifische (sektorale) Innovationssysteme untersuchenswert seien. Überzeugend erschien diese partielle Abkehr vom Nationalstaat als zentralem Akteur insbesondere in einer Phase der rasch voranschreitenden Globalisierung. Auch die erweiterten Ansätze der 1990er Jahre betonen im Übrigen den systemischen Charakter von Innovativität, waren aber eben nicht mehr so eindeutig auf den Nationalstaat als Rahmen ausgerichtet.21

Erst jüngst wurde vorgeschlagen, Innovationssysteme als volatile, hybride und mitunter durchaus auch dysfunktionale Konstellationen zu konzeptualisieren, die sich am besten vom erreichten oder angestrebten Ergebnis, also etwa dem neuen Produkt oder Prozess, her rekonstruieren und interpretieren lassen. Dieses Konzept eines - im Falle von Produktentwicklung - „artefaktzentrierten Innovationssystems“ könnte neben die etablierten Zugänge treten.22

Erfolg und Misserfolg


Bereits in der Formierungsphase der modernen Innovationsforschung nach Mitte der 1950er Jahre kam erstmals die Forderung auf, dass erfolgreiche und gescheiterte Innovationen gleichgewichtig untersucht werden sollten. Argumentiert wurde einerseits damit, dass das Scheitern die fragilen Entstehungsbedingungen des Neuen sichtbarer machen könne. Aus einer historiographischen Perspektive wurde zudem problematisiert, dass die Fokussierung auf das Erfolgreiche ein verzerrtes Bild technischer Entwicklung erzeuge. Die Geschichte stelle sich so als stetige Fortentwicklung vom Schlechteren zum Besseren dar, die ohne Umwege oder Seitenpfade auf die heutige Welt als präzisem Zielpunkt ausgerichtet war.23

Vor allem in den vergangenen zwei Jahrzehnten hat die Misserfolgsforschung deutlich machen können, dass es neben Können, Kosten oder Konkurrenzsituation noch andere Faktoren sind, die über Innovationserfolg und -ertrag entscheiden. Diskutiert wurde etwa der wesentliche Einfluss des jeweiligen Innovationszeitpunkts, die soziale und kulturelle Einbindung der beteiligten Akteur:innen und in enger Wechselwirkung damit das Verständnis für die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer und Verwendungskulturen. Entscheidend für die Erfolgsaussichten des Neuen ist nicht zuletzt, dass dieses Neue keine zu hohen Anpassungserfordernisse an seine potentiellen Produzentinnen und Produzenten oder künftigen Nutzerinnen und Nutzern stellen darf. Gemeint ist, dass der „Neuheitsgrad“ bzw. die „Radikalität“ einer Innovation nicht zu groß sein darf, da sonst das Neue nämlich ggf. nicht in die herrschenden Produktions-, Produkt- oder Verwendungskulturen passt. Seine Herstellung, Verbreitung oder Nutzung erfordern dann zu aufwendige technische, soziale oder eben auch mentale Veränderungen.24 Wir haben es hier letztlich mit dem Phänomen der Pfadabhängigkeiten zu tun, welches die Durchsetzungsfähigkeit, -geschwindigkeit und -breite des Neuen limitiert.25

Die Fokussierung auf Technologie und Innovation als Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum wurde auch insofern problematisiert, als selbst das erfolgreiche Neue das Alte in der Regel weder rasch, noch reibungslos, noch gar vollständig substituiert. Typisch ist vielmehr eine Überlagerung, eine nur graduelle Ablösung und mitunter eine langanhaltende Koexistenz von Neuem und Alten. Und das gilt selbst für sogenannte disruptive Innovationen, die sich ja gerade dadurch auszeichnen, dass sie einen neuen Technikpfad eröffnen.26 Auch hier bleibt es zunächst in der Regel bei einem Nebeneinander vom alten etablierten und dem neuen Pfad, ja mitunter kommt es zunächst zu einer Weiterentwicklung des Alten in Reaktion auf die neue Herausforderung. Gerade in jüngerer Zeit richtet sich die Aufmerksamkeit der historischen Forschung stärker auf das langfristige Benutzen, auf das Reparieren, das Modifizieren, Umrüsten und Instandhalten alter Technik und in diesem Zusammenhang auch auf die Persistenz überholt geglaubter Technologien.  Es geht dabei also um Technikentwicklung und Techniknutzung jenseits der Innovationsphase.27 „Aufgrund der Beharrungskraft von technischen Systemen und Infrastrukturen und den damit zusammenhängenden Wissensbeständen, Praktiken, Akteuren, Ökonomien, Strukturen und Mentalitäten führen selbst sogenannte radikale Innovationen immer wieder Elemente aus der bereits etablierten Technik fort, auch wenn dies ökonomisch oder technisch unnötig oder suboptimal erscheint.“28

Abkehr von Fortschrittsnarrativen


Die Innovationsforschung hat in den vergangenen etwa vier Jahrzehnten zunehmend differenziertere Innovationsmodelle erarbeitet. Insgesamt ist dabei vor allem die Komplexität und auch die Fragilität von Innovationsprozessen deutlich geworden: Innovationen werden als hochkomplexe, rückkopplungsreiche und keinesfalls sicher planbare Prozesse modelliert. Einfache lineare Modelle von Invention, Innovation und Diffusion oder simple Unterscheidungen zwischen inkrementellen und disruptiven Innovationen werden dieser Komplexität eben nicht gerecht. Ein erwartungskonformes Ergebnis ist dabei auch, dass es nicht allein die technische Leistungsfähigkeit des Neuen oder seine relative ökonomische Vorteilhaftigkeit ist, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.29

Insgesamt entwirft die neuere Innovationsforschung ein Bild technischen Wandels, das weit entfernt ist von der ursprünglichen Vorstellung einer steuerbaren, chronologisch-linearen Technikentwicklung als Antwort auf ökonomische, soziale oder heute insbesondere auch ökologische Krisen. Betont werden vielmehr die Unsicherheit, die Langwierigkeit und auch die Unvorhersehbarkeit technischen Wandels.

Im öffentlichen und nicht zuletzt auch politischen Diskurs sind aber nach wie vor unterkomplexe Vorstellungen von der Verschränkung von Technologie und Innovativität in Innovationsprozessen präsent.30 Hier findet sich noch die Denkfigur einer mehr oder minder einfach zu steuernden Entwicklung, die technische Antworten auf komplexe Fragen zu geben vermag. „Technological fixes“ sollen die drängenden ökonomischen und vor allem auch ökologischen Probleme lösen, ohne dass weitergehende Änderungen von Produktion und Konsumtion, von Gesellschaft oder Kultur nötig werden. Die Pathosformel „Technologie und Innovation“ ist also lebendig und wirkungsmächtig und mit ihr verknüpft eben auch das Konzept eines linearen, steuerbaren Fortschritts.

Literaturliste

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Referenzen

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3 Vgl. dazu Popplow, Die Idee der Innovation, 19.

4 Reinhold Bauer, Gescheiterte Innovationen. Fehlschläge und technologischer Wandel, Frankfurt a.M. u.a. 2006, 11; Ulrich Wengenroth, Innovationspolitik und Innovationsforschung, in: Johannes Georg Bednorz/Gerd Graßhoff/Rainer Schwinges (Hrsg.), Innovationskultur: von der Wissenschaft zum Produkt, Zürich 2008, 61-77, hier 61; Uwe Fraunholz/Thomas Hänseroth, Transzendierungen von Wissenschaft und Technik im Systemwettstreit. Innovationskulturen im deutsch-deutschen Vergleich, in: Dies. (Hrsg.), Ungleiche Pfade? Innovationskulturen im deutsch-deutschen Vergleich, Münster u. a. 2012, 9-26, hier 9.

5 Rammert, Entwicklungslinien der Technik- und Innovationsforschung, 54f.; Hubert Knobloch, Kommunikatives Handeln, das Neue und die Innovationsgesellschaft, in: Werner Rammert/Arnold Windeler/Hubert Knoblauch (Hrsg.), Innovationsgesellschaft heute: Perspektiven, Felder und Fälle, Wiesbaden 2016, 111-131, hier 112; Popplow, Die Idee der Innovation, 21f.

6 Popplow, Die Idee der Innovation, 17.

7 Benoit Godin hat im Rahmen seiner begriffsgeschichtlichen Arbeiten wiederholt darauf hingewiesen, dass der heutige, meist positiv konnotierte Innovationsbegriff relativ neu ist. Insbesondere in der Frühen Neuzeit denunzierte man mit dem Begriff des Innovators den gefährlich abweichenden Denker, den Ketzer, Betrüger und Revolutionär. Benoit Godin, Innovation: The History of a Category, Montreal: Project of the Intellectual History of Innovation, Working Paper No. 1, 2008, 60 Seiten. https://forschungsnetzwerk.ams.at/dam/ jcr:f9993ed5-33df-4900-8a88-92e3cb0ee360/Godin_paper-2008-paper1-montreal-innovation.pdf [letzter Zugriff 6.8.2025]; Benoît Godin, An Intellectual History of Innovation. The Idea of Innovation Over the Centuries, Hoboken 2015.

8 Haller, Innovationen, 110-113; Fraunholz, Hänseroth, Transzendierungen von Wissenschaft und Technik im Systemwettstreit, 14f.; Popplow, Die Idee der Innovation, 20; Wegenroth, Innovationspolitik und Innovationsforschung, 61f.

9 Haller, Innovation, 118; Fraunholz, Hänseroth, Transzendierungen von Wissenschaft und Technik im Systemwettstreit, 16; Wegenroth, Innovationspolitik und Innovationsforschung, 61-65.

10 Joseph A. Schumpeter, Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, Leipzig 1911; Josef A. Schumpeter, Unternehmer, in: Ludwig Elster/Johannes Conrad (Hrsg.), Handwörterbuch der Staatswissenschaften, Band 8, Jena 1928, 476-487. Breit rezipiert wurden Joseph A. Schumpeter, Business Cycles, 2 Bde., New York 1939; Joseph A. Schumpeter, Capitalism, Socialism, and Democracy, New York 1942.

11 Zur „Schumpeter Renaissance“ vgl. Alexander Ebner, Einführung: Joseph A. Schumpeter und die Geschichte der ökonomischen Analyse, in: Joseph A. Schumpeter, Geschichte der ökonomischen Analyse, Neuausgabe mit einer Einführung von Alexander Ebner, Göttingen 2007, IX-XLI, hier  X-XVI. Knapp zusammenfassend auch Christopher Freeman, A Schumpeterian Renaissance? SPRU - Science Policy Research Unit, University of Sussex Business School, Working Paper Series 102, 2003, https://ideas.repec.org/p/sru/ssewps/102.html [letzter Zugriff 6.8.2025].

12 Zeitgenössisch Gerhard Mensch, Das technologische Patt. Innovationen überwinden die Depression, Frankfurt am Main 1975. Zusammenfassend u.a. Reinhold Reith, Einleitung. Innovationsforschung und Innovationskultur, in: Ders./Rupert Pichler/Christian Dirninger (Hrsg.), Innovationskultur in historischer und ökonomischer Perspektive, Innsbruck u.a. 2006, 11-20, hier 12; Helmuth Trischler/Kilian J.L. Steiner, Innovationsgeschichte als Gesellschaftsgeschichte. Wissenschaftlich konstruierte Nutzerbilder in der Automobilindustrie seit 1950, in: Geschichte und Gesellschaft 4 (2008), 455-488, hier 458; Fraunholz, Hänseroth, Transzendierungen von Wissenschaft und Technik im Systemwettstreit, 17f.

13 Zentral für die Formationsphase der wirtschaftswissenschaftlichen Innovationsforschung u.a. Jacob Schmookler, Invention and Economic Growth, Cambridge (MA) 1966; Torsten Hägerstrand, Innovation Diffusion as a Spatial Process, Chicago (Ill.) u.a. 1967; Christopher Freeman, The Economics of Industrial Innovation, Harmondsworth u.a. 1974.

14 Vereinfacht: Die Produktionsfunktion erfasst den Zusammenhang zwischen der Menge der in der Produktion eingesetzten Produktionsfaktoren und dem Produktionsertrag. Es geht bei Innovationen im Schumpeterschen Sinne also um die Verbesserung des Verhältnisses von Aufwand zu Ertrag.

15 Hier endlich also die Schumpeterschen „Buzzwords“. Schumpeter, Capitalism, Socialism, and Democracy, 82; Schumpeter, Theorie, 88ff., 132ff.; Schumpeter, Konjunkturzyklen,  94ff., 110ff.; Schumpeter, »Unternehmer«, 483. Vgl. auch Birgit Blättel-Mink/Raphael Menez, Das persönliche Element im Wirtschaftsleben – Joseph A. Schumpeter, in: Dies. (Hrsg.), Kompendium der Innovationsforschung, Wiesbaden 22015, 67-81.

16 Zu dieser frühen Erfolgsfaktorenforschung siehe nur pars pro toto Centre for the Study of Industrial Innovation (Hg.), Success and Failure in Industrial Innovation. Report on Project SAPPHO by the Science Research Unit, University of Sussex, London 1972; Freeman, The Economics of Industrial Innovation. Zusammenfassend Norbert Kotzbauer, Erfolgsfaktoren neuer Produkte – Synopsis der empirischen Forschung, in: Jahrbuch der Absatz- und Verbrauchsforschung2 (1992), 4-20 und 108-128; Berndt Kriegesmann/Erich Staudt, Erfolgs- und Mißerfolgsfaktoren von Produktinnovationen, in: Hans Corsten (Hg.), Handbuch Produktionsmanagement, Wiesbaden 1994, 131-150.

17 Birgit Blättel-Mink/Raphael Menez, Disziplinäre Perspektiven auf Innovation, in: Dies. (Hrsg.), Kompendium der Innovationsforschung, Wiesbaden 22015, 33-62, hier 35-39. Frühe Zusammenfassungen siehe wieder pars pro toto Jürgen Kromphardt/Manfred Teschner, Neuere Entwicklung der Innovationstheorie, in: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 4 (1986), 235-248; Uwe Canter/Horst Hanusch, Neuere Ansätze in der Innovationstheorie und der Theorie Technischen Wandels – Konsequenzen für eine Industrie- und Technologiepolitik, in: Frieder Meyer-Krahmer (Hg.), Innovationsökonomie und Technologiepolitik. Forschungsansätze und politische Konsequenzen, Heidelberg 1993, 11-46; Richard Huisinga, Theorien und gesellschaftliche Praxis technischer Entwicklung. Soziale Verschränkungen in modernen Technisierungsprozessen, Amsterdam 1996; Daniel Strecker, Innovationstheorie und Forschungs- und Technologiepolitik, Potsdam 1997.

18 Grundlegend zum Konzept der nationalen Innovationssysteme u.a. Bengt-Åke Lundvall, Introduction and Part 1: Towards a New Approach to National Systems of Innovation, in: Ders. (Hg.), National Systems of Innovation. Towards a Theory of Innovation and Interactive Learning, London 1992, 1-44; Richard R. Nelson (Hg.), National Innovation Systems: A Comparative Analysis. New York, Oxford 1993; Giovanni Dosi, The Nature of the Innovation Process, in: Ders. u.a. (Hrsg.), Technical Change and Economic Theory, London 1988, 221-238; Giovanni Dosi, Some Notes on National Systems of Innovation and Production, and their Implications for Economic Analysis, in: Daniele Archibugi/Jeremy Howells/Jonathan Michie (Hrsg), Innovation Policy in a Global Economy, Cambridge 1999, 35-48. Zusammenfassend Birgit Blättel-Mink/Alexander Ebner (Hrsg.), Innovationssysteme. Technologie, Institutionen und die Dynamik der Wettbewerbsfähigkeit, Wiesbaden 22020; Bengt-Åke Lundvall, National Innovation Systems and Globalization, in: Harald Bathelt/Patrick Cohendet/Sebastian Henn/Laurent Simon (Hrsg.), The Elgar Companion to Innovation and Knowledge Creation, Cheltenham 2017, 472-489; Birgit Blättel-Mink/Raphael Menez, Innovationsforschung: Theoretische Ansätze und zentrale Themen, in: Dies. (Hrsg.), Kompendium der Innovationsforschung, Wiesbaden 22015, 67-208, hier 165-172; Reith, Einleitung. Innovationsforschung und Innovationskultur, 14f.; Trischler/Steiner, Innovationsgeschichte als Gesellschaftsgeschichte, 463; Fraunholz, Hänseroth, Transzendierungen von Wissenschaft und Technik im Systemwettstreit, 19.

19 Zusammenfassend Wolfgang König, Technikgeschichte. Eine Einführung in ihre Konzepte und Forschungsergebnisse, Stuttgart 2009, 60-67; Trischler/Steiner, Innovationsgeschichte als Gesellschaftsgeschichte, 458-460. Zum Innovationssystem siehe insbesondere auch Helmuth Trischler, Das bundesdeutsche Innovationssystem in den „langen 1970er Jahren“. Antworten auf die „amerikanische Herausforderung“, in: Johannes Abele/Gerhard Bankleit/Thomas Hänseroth (Hrsg.), Innovationskulturen und Fortschrittserwartungen im geteilten Deutschland, Köln u.a. 2001, 47-70; Ulrich Marsch, Zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Industrieforschung in Deutschland und Großbritannien 1880-1936, Paderborn u.a. 2000; Hariolf Grupp/Icíar Dominguez-Lacasa/Monika Friedrich-Nishio, Das deutsche Innovationssystem seit der Reichsgründung. Indikatoren einer nationalen Wissenschafts- und Technikgeschichte in unterschiedlichen Regierungs- und Gebietsstrukturen, Heidelberg 2002.

20 Zum Begriff und Konzept der „Innovationskultur“ vgl. Thomas Wieland, Innovationskultur. Theoretische und empirische Annäherungen an einen Begriff, in: Reinhold Reith/Rupert Pichler/Christian Dirninger (Hrsg.),  Innovationskultur in historischer und ökonomischer Perspektive, Innsbruck u.a. 2006, 21-38; Blättel-Mink/ Menez, Innovationsforschung: Theoretische Ansätze, 161-165; Ulrich Wengenroth, Vom Innovationssystem zur Innovationskultur. Perspektivwechsel in der Innovationsforschung, in: Johannes Abele/Gerhard Bankleit/Thomas Hänseroth (Hrsg.), Innovationskulturen und Fortschrittserwartungen im geteilten Deutschland, Köln u.a. 2001, 21-32; Ulrich Wengenroth, Die Flucht in den Käfig: Wissenschafts- und Innovationskultur in Deutschland 1900-1960, in: Rüdiger Vom Bruch/Brigitte Kaderas (Hrsg.), Wissenschaften und Wissenschaftspolitik. Bestandsaufnahmen zu Formationen, Brüchen und Kontinuitäten im Deutschland des 20. Jahrhunderts, Stuttgart 2002, 52-59; Reith, Einleitung. Innovationsforschung und Innovationskultur; Fraunholz, Hänseroth, Transzendierungen von Wissenschaft und Technik im Systemwettstreit, 20f.; Trischler/ Steiner, Innovationsgeschichte als Gesellschaftsgeschichte. Einflussreich war der von Ulrich Wengenroth geleitete BMBF-Forschungsverbund „Innovationskultur in Deutschland“. Vgl. Uwe Fraunholz/Manuel Schramm, BMBF-Forschungsverbund „Innovationskultur in Deutschland“ (Abschlussbericht), Dresden (TU Dresden) 2005.

21 Zu den erweiterten Ansätzen siehe zentral aber wieder nur pars pro toto Philip Cooke, Introduction: Origins of the Concept, in: Hans-Joachim Braczyk/Phillip Cooke/Martin Heidenreich (Hrsg.), Regional Innovation Systems, London u.a. 1998, 2-25; AnnaLee Saxenian, Regional Advantage. Culture and Competition in Silicon Valley and Route 128, Cambridge (MA), London 1994; Stefano Breschi/Franco Malerba, Sectoral Innovation Systems: Technological Regimes, Schumpeterian Dynamics, and Spatial Boundaries, in: Charles Edquist (Hg.), Systems of Innovation. Technologies, Institutions and Organisations, London 1997, 130-156; Franco Malerba, Sectoral Systems of Innovation and Production, in: Research Policy 2 (2002), 247-264. Siehe auch Helmuth Trischler, Nationales Innovationssystem und regionale Innovationspolitik. Forschung in Bayern im westdeutschen Vergleich 1945 bis 1980, in: Thomas Schlemmer/Hans Woller (Hrsg.), Politik und Kultur im föderativen Staat 1949 bis 1973 (=Bayern im Bund, Band 3), München 2004, 117-194; Reith, Einleitung. Innovationsforschung und Innovationskultur, 16f. Zusammenfassend Blättel-Mink/Menez, Innovationsforschung: Theoretische Ansätze und zentrale Themen, in: Dies. (Hrsg.), Kompendium der Innovationsforschung, Wiesbaden 22015, 67-208, hier 172-182; Blättel-Mink/Ebner (Hrsg.), Innovationssysteme.

22 Thomas Schuetz, Die Stahlbranche und ihre Fertighäuser – Mehrfach gescheiterte Produktdiversifikationen als Beispiele dysfunktionaler, artefaktzentrierter Innovationssysteme, in: Ders. (Hg.), Stahl auf neuen Wegen. Historische Innovationsdiskurse, bautechnische Praktiken und denkmalpflegerische Herausforderungen der Hochmoderne, Münster 2025, 67-90.

23 Howard Mumford Jones, Ideas, History, Technology, in: Technology and Culture 1 (1959), 20 – 27, hier 25. Siehe auch Eugene S. Ferguson, Toward a Discipline of the History of Technology, in: Technology and Culture 1 (1974), 13–30; Ruth Schwartz Cowan, The consumption Junction: A Proposal for Research Strategies in the Sociology of Technology, in: Wiebe E. Bijker/Thomas Hughes/Trevor Pinch (Hrsg.), The Social Construction of Technological Systems. New Directions in the Sociology and History of Technology, Cambridge (MA) 1987, 261–280; John M. Staudenmaier, The Politics of Successfull Technologies, in: Stephen H. Cutcliffe/Robert C. Post (Hrsg.), In Context. History and the History of Technol, Bethlehem (PA) 1989, 150 – 171.

24 Reinhold Bauer, Gescheiterte Innovationen als Gegenstand technikhistorischer Forschung, in: Wolfgang Burr/Michael Stephan (Hrsg.), Technologie, Strategie und Innovation, Wiesbaden 2017, 311-331, hier 323; Bauer, Gescheiterte Innovationen, Fehlschläge, 277-279.

25 Grundlegend und breit rezipiert Paul A. David, Clio and the Economics of QWERTY, in: The American Economic Review 2 (1985), 332–337; William Brian Arthur, Competing Technologies, Increasing Returns, and Lock-In by Historical Events, in: Economic Journal 394 (1989), 116-131. Aktuell zusammenfassend Myles P. Gartland/Martin Stack, Path Creation, Path Dependency, and Alternative Theories of the Firm, in: Journal of Economic 2 (2003), 487-494. (Technik-)Historiographisch und soziologisch vgl. auch Fraunholz, Hänseroth, Transzendierungen von Wissenschaft und Technik im Systemwettstreit, 23.f.; Rammert, Entwicklungslinien der Technik- und Innovationsforschung, 51f.

26 Heike Weber, Zeitschichten des Technischen: Zum Momentum, Alter(n) und Verschwinden von Technik, in: Martina Heßler/Heike Weber (Hrsg.), Provokationen der Technikgeschichte. Zum Reflexionszwang historischer Forschung, Paderborn 2019, 107-150, hier 123-127; Heike Weber, Unter Zeitdruck. Zur Relevanz der historischen Zeit-Expertise für die Technikgestaltung und -bewertung im Anthropozän, in: Technikgeschichte 4 (2021), 399-408, hier 405-407.

27 Einflussreich David Edgerton, The Shock of the Old. Technology and Global History since 1900, London 2006. Zusammenfassend auch Gianenrico Bernasconi u.a., (Re)thinking Repairs in the Longue Durée, in: Technology and Culture 3 (2024), 761-789; Stefan Krebs/Heike Weber, The Persistence of Technology, in: Dies. (Hrsg.), The Persistence of Technology. Histories of Repair, Reuse and Disposal, Bielefeld 2021, 9-26; Stefan Krebs/Gabriele Schabacher/Heike Weber, Kulturen des Reparierens und die Lebensdauer der Dinge, in: Dies. (Hrsg), Kulturen des Reparierens. Dinge - Wissen – Praktiken, Bielefeld 2018, 9-46; Reinhold Reith/Georg Stöger, Reparieren – oder die Lebensdauer der Gebrauchsgüter. Einleitung zum Themenheft „Reparieren“ der Zeitschrift Technikgeschichte, in: Technikgeschichte 3 (2012), 173–184.

28 Weber, Unter Zeitdruck, 406.

29 Bauer, Gescheiterte Innovationen als Gegenstand technikhistorischer Forschung, 321-325; Fraunholz, Hänseroth, Transzendierungen von Wissenschaft und Technik im Systemwettstreit, 18; Rammert, Entwicklungslinien der Technik- und Innovationsforschung, 47f. Zusammenfassend auch A. Idil Gaziulusoy/Paul Twomey, Review of System Innovation and Transitions Theories. Concepts and frameworks for understanding and enabling transitions to a low carbon built environment (Working paper for the Visions & Pathways project), März 2014, 26 Seiten. https://apo.org.au/node/70179 [letzter Zugriff 6.8.2025].

30 Wirklich nur eines von vielen möglichen Beispielen bietet die Initiative „Rückenwind für Innovation“ der Bundesregierung, die damit fast nahtlos an die „Zukunftsstrategie Forschung und Innovation“ der letzten Regierung anknüpft. Siehe u.a.: https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Dossier/transferinitiative.html [letzter Zugriff 7.8.2025].