Neben der Darstellung des jeweiligen Themengebiets auf dem aktuellen Stand der Forschung werden die Entwicklung der Forschung und gegebenenfalls Forschungskontroversen dargestellt. Die Artikel werden jeweils durch eine Liste der einschlägigen Literatur ergänzt. Die Seiten „Überblick“ und „Suche“ bieten für alle Beiträge die Möglichkeit, die kompletten Inhalte mit Schlagworten zu durchsuchen.
UGO wendet sich an KollegInnen der historischen wie benachbarter Disziplinen, an Studierende, an Lehrerinnen und Lehrer an Schulen sowie an eine interessierte Öffentlichkeit und bietet auf diesem Weg einen Überblick über das Spektrum der in der unternehmenshistorischen Forschung behandelten Themen und der damit verbundenen methodischen Fragen und Zugriffe.
Ein Herausgeberkreis, der derzeit aus Prof. Dr. Christian Kleinschmidt (Philipps-Universität Marburg), Prof. Dr. Boris Gehlen (Universität Stuttgart) und Dr. Andrea Schneider-Braunberger (GUG) besteht, stellt die Wissenschaftlichkeit der Beiträge sicher und behält auch fortlaufend ihre Aktualität im Auge.

Multinationale Unternehmen (MNU) prägen die Globalisierung seit dem 19. Jahrhundert und sind heute zentrale Akteure der Weltwirtschaft. MNU werden als grenzüberschreitend tätige Einheiten gefasst, deren Internationalisierung auf Direktinvestitionen beruht; die Abgrenzung zu Portfolioinvestitionen bleibt dabei nicht immer trennscharf. Der Forschungsstand reicht von frühen Arbeiten zur historischen Genese und zu Organisationsformen (u.a. free-standing company, hybride Auslandsgesellschaften) bis zu neueren Perspektiven auf politisches Risiko, Regulierung, Umwelt- und Steuerfragen sowie auf die problematische „Nationalität“ internationaler Unternehmen. Zur Erklärung von Entstehung und Verbreitung werden wirtschaftswissenschaftliche und managementorientierte Ansätze gebündelt: Eig...
Der Beitrag zeichnet die Herausbildung und Bedeutung der Begriffskombination „Technologie und Innovation“ als zentrale Pathosformel seit dem späten 20. Jahrhundert nach und ordnet sie begriffs- und wissenschaftsgeschichtlich ein. Er skizziert die Entstehung und Ausdifferenzierung der Innovationsforschung seit den 1950er Jahren – vom linearen Modell über Schumpeter-Rezeption und Erfolgsfaktorenforschung bis zu System- und Kulturansätzen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Bedeutung von Misserfolgen, Pfadabhängigkeiten und Persistenzen technischer Systeme. Abschließend zeigt der Text, warum öffentliche Debatten häufig an vereinfachten Fortschritts- und Steuerbarkeitsannahmen festhalten.